Holzeinschlag & Holzliste

Vom Einschlag über die Holzliste bis zum fertigen PDF — Waldpilot begleitet dich durch den gesamten Prozess. Erfasse jeden Stamm, berechne Festmeter automatisch und erstelle behördenkonforme Dokumente mit einem Klick.

Einschlag anlegen Stämme erfassen Polter markieren PDF exportieren Einschlagsmeldung

Einschlag anlegen

Jeder Holzeinschlag wird einem Bestand zugeordnet und mit einem Typ klassifiziert. So behältst du den Überblick und die Einschlagsmeldung wird später automatisch vorbereitet.

  • Durchforstung — Planmäßige Entnahme zur Bestandespflege
  • Endnutzung — Ernte hiebsreifer Bestände
  • Kalamität — Aufarbeitung nach Sturm, Schneebruch oder Borkenkäferbefall
  • Sanitärhieb — Entnahme geschädigter Einzelbäume zur Waldgesundheit

Wähle den betroffenen Bestand aus, lege das Einschlagsdatum fest und starte mit der Erfassung.

Holzliste führen

Die Holzliste ist das Herzstck deines Einschlags. Erfasse jeden Stamm einzeln mit folgenden Angaben:

  • Baumart — z.B. Fichte, Buche, Eiche, Kiefer
  • Mittendurchmesser — in cm, gemessen in der Mitte des Stammes (ohne Rinde)
  • Länge — in Metern
  • Güteklasse — A, B, C oder D (siehe unten)
  • Sortiment — Stammholz, Industrieholz, Brennholz oder Energieholz

Festmeter-Berechnung nach Huber: V = (π/4) × d² × l. Wird automatisch berechnet. Beispiel: 35 cm Durchmesser, 5 m Länge = 0,481 Fm.

Wichtig: Prüfe Mittendurchmesser und Länge vor dem Speichern — Tippfehler verfälschen die Festmeter-Berechnung erheblich. Ein vergessener Punkt oder eine vertauschte Ziffer kann hunderte Festmeter Differenz ausmachen.

Güteklassen erklärt

Die Güteklasse bestimmt den Wert deines Holzes maßgeblich. Je höher die Qualität, desto besser der Erlös:

  • A — Furnierholz: Höchste Qualität. Astfrei, gerade, feinjahrig. Wird zu Furnieren verarbeitet. Selten und sehr wertvoll.
  • B — Schreinerholz: Gute Qualität mit leichten Fehlern. Geeignet für Möbel, Fenster, Türen. Der Grossteil des Wertholzes.
  • C — Bauholz: Gebrauchsholz mit sichtbaren Aesten oder leichtem Drehwuchs. Für Konstruktionsholz, Dachstühle, Verschalungen.
  • D — Industrieholz: Geringe Qualität. Wird zu Spanplatten, Zellstoff oder Papier verarbeitet.

Sortimente

Neben der Güteklasse bestimmt das Sortiment, wie das Holz verwendet und vermarktet wird:

  • Stammholz — Langholz ab 3 m Länge. Der wertvollste Teil des Baumes. Wird in Säge- und Furnierwerken verarbeitet.
  • Industrieholz — Kürzere Abschnitte oder geringere Qualität. Geht an Zellstoff-, Span- oder Faserplattenwerke.
  • Brennholz — Scheitholz für Endverbraucher. Typisch 33 cm oder 50 cm Länge, ofenfertig gespalten.
  • Energieholz — Hackschnitzel oder Waldhackgut für Biomasse-Heizwerke. Oft aus Kronenholz oder Durchforstungsmaterial.

Polter-Standorte

Polter sind die Holzlagerplätze am Waldweg, an denen das Holz für den Abtransport bereitliegt. Erfasse jeden Polter mit:

  • GPS-Position — Wird automatisch erfasst oder manuell auf der Karte gesetzt
  • Foto — Dokumentiert den Polter für Käuferkommunikation und Nachweis
  • Geschätzte Menge — Festmeter oder Raummeter, je nach Sortiment

So finden Holzkäufer und Spediteure deine Polter zuverlässig — auch ohne Ortskenntnisse.

PDF-Export

Exportiere deine Holzliste als behördenkonformes PDF. Das Dokument enthält alle erfassten Stämme mit Baumart, Masse, Güteklasse, Sortiment und berechneten Festmetern. Die Holzliste kann direkt an Käufer, Förster oder die zuständige Behörde weitergegeben werden.

Tipp: Offline-Erfassung — Führe deine Holzliste direkt im Wald, auch ohne Mobilfunkempfang. Alle Daten werden lokal gespeichert und automatisch synchronisiert, sobald du wieder online bist.