Praxis

Brennholz aufbereiten und richtig lagern

WR
Waldpilot Redaktion
Veröffentlicht am 26. Oktober 2026

Vom Baum zum Scheit

Brennholz aus dem eigenen Wald ist wirtschaftlich attraktiv. Die Aufbereitung erfordert aber Planung und die richtige Ausrüstung.

Sägen und Spalten

Die optimale Scheitlänge richtet sich nach dem Ofen — meist 25 cm oder 33 cm. Arbeitsschritte:

  1. Ablängen: Stammholz mit der Motorsäge oder Wippkreissäge auf Ofenlänge schneiden
  2. Spalten: Stücke ab 15 cm Durchmesser spalten — Holzspalter oder Spaltaxt
  3. Spaltmaß: Scheite sollten maximal 12 cm Kantenlänge haben — sonst trocknet das Holz zu langsam

Richtig lagern

Die Lagerung entscheidet über die Holzqualität:

  • Standort: Sonnig, luftig, regengeschützt — Südseite eines Gebäudes ideal
  • Unterlage: Nie direkt auf dem Boden — Paletten oder Kanthölzer als Unterlage (10-15 cm)
  • Stapelmethode: Kreuzstapel für gute Durchlüftung oder klassischer Holzstapel
  • Abdeckung: Nur von oben abdecken, Seiten offen lassen für Luftzirkulation

Trocknungszeiten

Das Ziel ist eine Restfeuchte unter 20 % (besser unter 15 %). Trocknungszeiten im Freien:

  • Buche, Eiche: 2-3 Jahre (hartholz trocknet langsamer)
  • Fichte, Kiefer: 1-2 Jahre
  • Birke, Erle: 1-1,5 Jahre

Feuchte messen

Ein Holzfeuchtemessgerät (ab 15 €) ist unverzichtbar. Miss immer an einer frisch gespaltenen Fläche in der Mitte des Scheits — nicht an der trockenen Oberfläche. In Waldpilot kannst du deine Brennholzmengen nach Baumart und Trocknungsstatus erfassen.

Weiterführende Quellen

Dieser Artikel wurde sorgfältig recherchiert, ersetzt aber keine forstrechtliche Beratung.

WR

Waldpilot Redaktion

Founder und Lead-Developer von Waldpilot. Software-Architekt mit Schwerpunkt vertikale SaaS für unterversorgte Branchen.

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